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Julie Comparini

Altistin. Alte und Neue Musik.

Spartenübergreifende Theaterprojekte.

Bild: ©Tom Honan
Bild: ©Tom Honan

Das Konzert Lough Derg 1 & 2 mit den Hermit Songs von Samuel Barber, dem neuen Liederzyklus Watershed von Ailís Ní Ríain und Lesungen von Jessica Brown aus ihrem Buch And Say in der Hugh Lane Gallery in Dublin wurde auf Video aufgenommen und ist nun auf YouTube zu sehen:

Sundays At Noon Concert Catch-Up

Die Uraufführrung von Watershed fand am 1. März 2022 in St Mary's Cathedral in Limerick, Irland, statt. Es folgten weitere wunderbare Auftritte durch ganz Irland, von denen manche ebenfalls auf Video aufgenommen wurden, z.B. dieser an der Maynooth University:

Maynooth Music Lunchtime Concert, 10. March 2022

Außerdem waren Komponistin Ailís Ní Ríain, Schriftstellerin Jessica Brown, Altistin Julie Comparini sowie die Pianistin und Initiatorin des Projekts, Yonit Kosovske, zu Gast bei Podcasts der irischen Radiosendern Near FM, RTÉ Lyric FM und des Contemporary Music Centre in Dublin. Sie gewähren einen faszinierenden Einblick in die kreativen und kollaborativen Prozesse, aus denen dieses Projekt geboren wurde.

Die CD zu Watershed ist weiterhin über den Vertrieb von Now and Then Media als CD oder Digital-Download erhältlich.

Bild: ©Wolodymyr Smishkewych
Bild: ©Wolodymyr Smishkewych

Nach dem CD-Launch in November 2021 geht der Liederzyklus Watershed, komponiert 2020 von Ailís Ní Ríain für Julie Comparini und die Pianistin Yonit Kosovske, auf Tournee in Irland.

Die Uraufführrung des Werks findet am 1. März 2022 in St Mary's Cathedral in Limerick, Irland, statt. Weitere Konzerte in Galway, Mountshannon, Dublin, Clonmel, Maynooth und Kilkenny folgen.

In den meisten Konzerten wird Watershed zusammen mit den Hermit Songs von Samuel Barber präsentiert, die Gedichte von mittelalterlichen Mönchen und Pilgern um Lough Derg in Donegal vertonen. So baut sich eine Brücke zu dem "anderen" Lough Derg nahe Limerick, dessen Gewässer und Landschaften in Watershed thematisiert werden.

Die CD zu Watershed ist über den Vertrieb von Now and Then Media als CD oder Digital-Download erhältlich.

Mehr Informationen gibt es unter den Links in diesem Text oder unter der Rubrik Kalender.

Bild: ©Simon Brown
Bild: ©Simon Brown

Nach einigen Pandemie-bedingten Verschiebungen konnte der Liederzyklus Watershed, komponiert in 2020 von Ailís Ní Ríain für Julie Comparini und Pianistin Yonit Kosovske, endlich auf CD aufgenommen werden. Die Aufnahme ist ab sofort über den Vertrieb von Now and Then Media als CD oder Digital-Download erhältlich.

Aufgenommen in August 2021 in Pine Valley Studio in Killaloe, Irland, die CD enthält zusammen mit dem Liederzyklus Lesungen von Jessica Brown aus ihrer Gedichtensammlung And Say, aus welcher die Texte zu Watershed ausgewählt wurden. Die Gedichten reflektieren über den irischen See Lough Derg in der Nähe von Limerick, sowie andere Gewässer in Irland. Diese Landschaften und Gewässer selbst werden in Form von Feldaufnahmen auf der Aufnahme hörbar.

Die Konzertpremiere von Watershed wird am 1. März 2022 in Limerick, Irland stattfinden.

Foto: ©Felix Patzelt
Foto: ©Felix Patzelt

Die Fallzahlen sinken, die Impfungen kommen voran and langsam werden Konzerte wieder möglich -- vor allem Open-Air-Veranstaltungen in den schönen warmen Sommernächten. Das Bremer Publikum kann sich sowohl auf einen in allen Sinnen des Wortes romantischen "Notturno" mit Musik von Brahms und Herzogenberg freuen, als auch auf einen wildenen Ritt durch 100+ Jahren Lieder für, über und von Arbeit und Arbeitenden: "Locomotive Breath". Klicken Sie auf die Links oder besuchen Sie die Kalender-Seite für mehr Information -- und hoffen wir auf gutes Wetter!

Die Pandemie wütet weiterhin und wird uns leider eine Weile lang noch begleiten. Infolgedessen sind wenige Auftritte geplant und manches, was geplant wurde, musste erneut verschoben werden - zum Beispiel die Premiere von Watershed, die jetzt in März 2022 stattfinden soll.

In der Hoffnung, daß Impfungen und Schnelltests einiges wieder ermöglichen, sollen immerhin ein paar Konzerte im Sommer 2021 stattfinden. Haltet gut durch und hoffentlich sehen wir uns (mit Maske und Abstand) wieder dann!

WAVE~LINKS ist eine neue Video-Serie die Verbindungen zwischen Musik, Handwerk, Handarbeit und anderen kreativen Disziplinen erforscht und präsentiert. Am 7. November 2020 feierte WAVE~LINKS ihr Debut im Rahmen des (Online-)Lanches von H.I.P.S.T.E.R. (Historically Informed Performance Series, Teaching, Education and Research), einer von Yonit Kosovske und Vlad Smishkewych gegründeten neuen irischen Organisation für Alte Musik.

Viele professionelle MusikerInnen sind in anderen künstlerischen Bereichen tätig und können dadurch einen besonderen Einblick in die Verbindungen zwischen Musik und anderen Kunstformen gewähren. Mit WAVE~LINKS teilen international tätige KünstlerInnen ihre Einsichten über die Verbindungen zwischen Musik und Lyrik, Malerei, Fotographie, Tanz, Stricken, Weben, Braukunst und anderen kreativen Genres und schaffen dabei einen virtuellen Ort, wo diese Gemeinsamkeiten diskutiert werden können.

Julie Comparini's Beitrag zu WAVE~LINKS (in englischer Sprache) wurde beim Online-Launch von H.I.P.S.T.E.R. am 7. November 2020 ausgestrahlt und ist weiterhin auf YouTube zu sehen. Für mehr Information sowie Links zu allen anderen und künftigen WAVE~LINKS Beiträge, besuchen Sie H.I.P.S.T.E.R.'s Webseite, Facebook-Seite oder YouTube-Kanal.

Klicken Sie hier, um das Video zu sehen: Knitting is H.I.P.

Dank eines Irish Arts Council Music Commissions Award an Yonit Kosovske (mit der ich die zeitgenößischen Liederzyklen Poems of Love and the Rain and Games aufgeführt habe) hat Ailís Ní Ríain einen Auftrag bekommen, einen neuen Liederzyklus für mich und Yonit namens Watershed nach Gedichten aus dem Buch And Say von Jessica Brown zu komponieren.

Ailís Ní Ríain ist eine vielfach mit Preisen und Aufträgen ausgezeichnete Komponistin und Schriftstellerin, dessen Werke Elemente darstellerischer, visueller und literarischer Kunst vereint. Die Texte aus And Say reflektieren über den irischen See Lough Derg in der Nähe von Limerick, sowie andere Gewässer in Irland.

Die Weltpremiere von Watershed wird in März 2021 in Limerick, Irland stattfinden. Eine CD-Aufnahme und weitere Auftritte sind für 2021 und 2022 geplant.

Obwohl die allermeisten Konzerte während der Pandemie weiterhin nicht stattfinden können wird es zunehmend möglich, unter stengen Hygienebedingungen einige Auftritte zu realisieren. Gleichzeitig werden neue Projekte für 2021 geplant, die hoffentlich in mehr oder weniger gewohnter Form auf die Bühne gebracht werden können.

Je schneller und effektiver wir die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle bringen können und je konsequenter wir alle die Verhaltensregeln einhalten (Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen, unnötige Kontakte vermeiden), desto früher können Konzerte wieder stattfinden. Also: Bleiben Sie gesund, vernünftig und optimistisch! Irgendwann wird es wieder gehen.

Oder wie es damals schon bei Bach hieß:

Jetzt weine ich, da das Weltgetümmel bei meinem Jammer fröhlich scheint;
Bald kommt die Zeit, da sich mein Herz erfreut...
Wie will ich mich freuen, wie will ich mich laben,
Wenn alle vergängliche Trübsal vorbei!
Da glänz ich wie Sterne und leuchte wie Sonne,
Da störet die himmlische, selige Wonne
Kein Trauern, Heulen und Geschrei.

(BWV 146)

Wegen Ausbreitungsgefahr des neuartigen Coronavirus wurden Konzerte und andere Veranstaltungen in Deutschland und nahezu allen europäischen Ländern bis voraussichtlich September 2020 abgesagt.

Wir haben alle Verständnis dafür, daß das passieren mußte. Es ist eine nötige und wirksame Maßnahme, die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen oder wenigstens zu verlangsamen. Gleichzeitig sind die finanziellen Folgen für uns freiberufliche KünstlerInnen, die ohnehin über ein geringes Einkommen ohne feste Gehaltsstrukturen verfügen, verheerend. Wir verlieren Arbeit und Einkommen ein halbes Jahr lang .

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Menschen, Veranstaltern, Institutionen und Organisationen bedanken, die uns durch Ausfallhonorare, Soforthilfe und andere finanzielle Unterstützungen am Leben halten, sowie bei den Musikschulen und Musikhochschulen, die es uns ermöglichen, unseren Unterricht per Videokonferenz zu machen.

Wir hoffen, daß wenigstens einige Konzerte nachgeholt werden können, wenn die Situation sich verbessert hat. Bis dann, bleiben Sie gesund, halten Sie sich an den Maßnahmen und unterstützen Sie uns, wenn Sie können.

Foto: ©Felix Patzelt
Foto: ©Felix Patzelt

Hast du das Schloß gesehen,
Das hohe Schloß am Meer?
Golden und rosig
Wehen die Wolken drüber her...

In Poppenbüttel (Hamburg) gibt es tatsächlich ein Schloß am Meere (oder wenigstens am Wasser): die Burg Henneberg. Quasi als kleines Replikat einer mittlealterlichen Burg wurde sie 1887 von zwei Gutsbesitzern aus dem Ort gebaut und gilt als "kleinste Burg der Welt". Heutzutage im Privatbesitz, die Burg wird dank der Stiftung Burg Henneberg zum Teil öffentlich zugänglich und betreibt ein vielfältiges Kulturprogramm.

Für die besondere Atmosphäre des kleinen, intimen Thronsaal der Burg hat Julie Comparini das Programm Meeresleuchten in eine Besetzung für Sopran, Alt und Klavier bearbeitet. Wie bei den Meeresleuchten geht es um das Unheimliche, was das Meer in seinen Tiefen verborgen hält und durch Gedichte und Musik aus der Romantik zum Leben erweckt wird. Am Anfang auffallend poetisch und fantasievoll, wenn auch zugleich düster, verändern sich die Stücke dieses Liederabends hin zu realistischeren und vermenschlichten Bildern rund ums und aus dem Meer.

Da der Saal sehr klein ist und die Burg sich in Privatbesitz befindet, ist der Eintritt nur bei vorheriger Anmeldung möglich! Hier können Sie Tickets reservieren.

Anna Terterjan, Sopran
Julie Comparini, Alt
Suwon Kim, Klavier

Sonntag, den 29. März, 16:00
Alsterschlößchen Burg Henneberg, Marienhof 8, 22399 Hamburg (Poppenbüttel)

Foto: Library of Congress Archives
Foto: Library of Congress Archives

Alle guten Dinge sind drei... oder mehr! Im Jahr 2020 gibt es weitere Aufführungen von einigen erfolgreichen Projekten aus den letzten Jahren.

Es geht los mit einer Wiederaufnahme der Oper Das Jagdgewehr von Thomas Larcher, die 2018 ihre erforlgreiche Weltpremiere bei den Bregenzer Festspielen genoss. Präsentiert von der Dutch National Opera ist sie nun bei dem Opera Forward Festival am 17. und 19. März in Amsterdam zu sehen. Im Rahmen des Festivals "RAW Spezial" führen am 5. April die Meeresleuchten wieder in die Welt der Sirenen und Unterwassergeister, diesmal in Bremen-Nord. Und der erfolgreiche Brechtliederabend der Bremer Arbeitnehmerkammer, Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht gut genug, geht am 25. April nach Worpswede. Weitere Auftritte sind im Herbst und Winter geplant.

Details zu allen Veranstaltungen gibt es hinter den Links oder auf der Kalender-Seite.

Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte.
(Bertolt Brecht)

Foto © Cosima Hanebeck
Foto © Cosima Hanebeck

Die erfolgreiche Brecht-Revue Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht gut genug kehrt 2019 mit vier weiteren Aufführungen zurück. Unter der Regie von Peter Schenk singen und spielen Julie Comparini, Evelyn Gramel, Manja Stephan und das Bremer Kaffeehaus-Orchester umarrangierte Brechtlieder von Paul Dessau, Hanns Eisler und Kurt Weill sowie neue Vertonungen von Brecht-Texten und -Geschichten.

Es geht los mit einem Auftritt in "die theo" in Bremerhaven am 6. Juni. Mehr Information dazu gibt es hier. Weitere Auftritte folgen am 31. August und am 2. und 23. November. Näheres zur jeweiligen Veranstaltung gibt es immer auf der Webseite der Arbeitnehmerkammer Bremen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu reservieren!

"Bert-Brecht-Chansons vom Feinsten." (Nordseezeitung, 8.5.2017)

"Die Sopranistin Manja Stephan, die gebürtige Amerikanerin Julie Comparini (Alt) und die Jazz-erprobte Evelyn Gramel beeinducken nicht nur durch schauspielerisches Talent, sondern auch mit überaus durchdringender Stimmkraft." (Weser-Kurier, 20.2.2018)

Foto: Gloria
Foto: Gloria

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, ein Star zu sein? Ruhm und Erfolg versprechen Reichtum, Freiheit und allseitige Bewunderung, aber alles hat seinen Preis. Vom 7. bis 13. Februar 2019 thematisiert das nun vierte Musikfilmfestival Bremen diesen „Preis des Ruhms“ in biographischen, dokumentarischen, Spiel-, Stumm- und Experimentalfilme.

Um den Verlust der Privatsphäre und den allseitigen Druck geht es bei dem Überraschungsfilm am Sa. 9.2. Gilt das Interesse von neuen Freunden tatsächlich einem selber, oder suchen sie nur die Nähe zum Star? Bente‘s Voice geht dem nach (Do. 7.2.). Ruhm ist aber auch vergänglich, und je mehr in eine „Persona“ investiert wird, desto schwieriger kann es sein, diese aufrecht zu erhalten oder sich davon zu befreien, wie Casanova Variations erzählt (Sa. 9.2.). Der systematische Missbrauch von jungen Musikerinnen, wie es Gloria erzählt, kann nur in einem Kontext gedeihen, der dies als „normal“ verkauft (Fr. 8.2.). Andere müssen eine falsche Identität erfinden, um überhaupt in speziellen Musikgenres Fuß zu fassen wie es The Great Hip Hop Hoax zeigt (Fr. 8.2.). Im besten Fall erfindet man dafür gleich ein neues Musikgenre wie in Korla (Do. 7.2. ), im schlimmsten Fall, wie in Das Phantom der Oper, ist man bereit, die Pariser Oper in die Luft zu jagen (So. 10.2., Stummfilm mit Livemusik in der Kulturkirche St. Stephani).

Mathangi/Maya/M.I.A. dagegen erzählt, wie die erfolgreiche Musikerin ihre Beliebtheit riskiert, weil es ihr wichtig ist, sich selbst treu zu bleiben und mit ihrer Musik etwas zu bewegen (Sa. 9.2.). Wie auch der DDR-Star in Gundermann, der damit politische und gesellschaftliche Missstände anprangerte – aber gleichzeitig für die STASI spitzelte (So. 10.2. mit Drehbuchautorin Laila Stieler als Gast). Am Ende kann man sich wie in Russlands Wunderkinder fragen: War das der Ruhm wert? (Fr. 8.2.).

Alle Filme und Veranstaltungen außer Das Phantom der Oper (in der Kulturkirche St. Stephani) finden im Kommunalkino City46 in der Birkenstraße 1, 28195 Bremen statt.
Mehr Infos zum Programm gibt es auf der MFF-Webseite.

Foto © Felix Patzelt
Foto © Felix Patzelt

Bertolt Brecht gilt als einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Texte beschäftigen sich mit Fragen über Anerkennung und Wertschätzung des Menschen. Im Liederabend »Auf ein Wort« stehen Vertonungen von Paul Dessau und Hanns Eisler im Mittelpunkt, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Woraus bezieht der Mensch sein Selbstwertgefühl? Und wie ist eine Gesellschaft zu bewerten, in der die Wertschätzung des Menschen häufig fehlt?

Julie Comparini, Gesang
Alexander Seemann, Klavier und Akkordeon
Felix Patzelt, Gitarre

Freitag, den 23. November 2018, 20:00
etage° Bremen
Herdentorsteinweg 37
28195 Bremen

Eintritt: VVK: 14 € / 8 € (erm.) zzgl. VVK-Gebühr, AK: 18 € / 12 € (erm.) Tickets erhältlich im Vorverkauf bei Nordwest Ticket und Eventim.

Trailer auf Youtube
Mehr Information

Foto © Cosima Hanebeck

Schon jetzt besuchen zahlreiche Touristen Bremerhaven. Und es sollen noch mehr werden, meint der Tourismuschef Raymond Kiesbye, der sein Tourismuskonzept vorstellen wird. Welche Rolle kann und soll die Kultur spielen? Bremerhaven befindet sich im Wandel. Welche Bedeutung kommt dabei dem Tourismus zu?

Urlaubsschlager besingen Sehnsüchte und Sehnsuchtsorte. Die 1950er Jahren waren eine Zeit, in der Menschen die Luft unter ihren Flügeln verspürten – ein neues Gefühl von Freiheit. Taugen die Wunschvorstellungen der Schlagerwelt aus der Wirtschaftswunderzeit als Blaupausen für die heutige Tourismusentwicklung?

Urlaub machten die meisten Bremerhavener Arbeitnehmer in den 1960er-Jahren in der Umgebung. Wer es sich leisten konnte, fing die schönste Zeit des Jahres – in sorgsam inszenierten Bildern – mit der Super-8-Kamera ein und zeigte die Filme bei Eierlikör und Kullerpfirsich im heimischen Wohnzimmer. Wir präsentieren eine Auswahl kurioser Filmraritäten aus dem Landesfilmarchiv (Zentrum für Medien/LIS).

Mit:
Michael Frost, Bremerhavener Stadtrat für Schule und Kultur
Dr. Marion Salot, Referentin für Wirtschaftspolitik bei der Arbeitnehmerkammer

Julie Comparini, Gesang
Eva Huck, Cello
Susanne Peuker, Gitarre
Matthias Entrup, Percussion

Moderation: Dr. Dominik Santner, Arbeitnehmerkammer

Forum der Arbeitnehmerkammer
Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Eintritt frei
Mehr Infomation

Foto: Gabi Bartels

Im Garten des kaiserlichen Hofs in China singt ein kleiner Vogel, dessen Gesang alle Zuhörer bezaubert - bis zu dem Tag, an dem ein kunstvoll verzierter mechanischer Vogel als Geschenk ankommt. Die Spielzeug-Nachtigall ist der Hofgesellschaft lieber, weil sie auf Knopfdruck immer genau das gleiche Lied auf genau die gleiche Weise singt, und der echte Vogel wird verscheucht. Jahre später steht der Tod am kaiserlichen Bett, und nur die echte Nachtigall kann ihn verweisen.

Hans Christian Andersens Märchen Die Nachtigall war der Ausgangspunkt dieser "Oper in der Nußschale" für Kinder und Familien. Mit Musik von G. P. Telemann und einem für diese Produktion geschriebenen Libretto setzt das Ensemble Sospiri Ardenti die barocke Tradition der Pasticcio-Oper fort.

In der Reihe "bach für uns" / Leipziger Schulkonzerte im Bachfest wird die Oper im Juni 2018 auf dem Leipziger Bachfest präsentiert.

Foto: Gabi Bartels
Foto: Gabi Bartels

Freitag, den 15. Juni, 9:00 und 11:00
für Schulklassen und Bachfest-Besucher
Samstag, den 16. Juni, 11:00
für alle ab 8 Jahre
Musikschule Leipzig
Petersstraße 43, 04109 Leipzig
Karten: €11,00 Erwachsene
€4,50 Kinder bis 12 Jahre

Ensemble Sospiri Ardenti
Ellen Delahanty, Sopran
Julie Comparini, Mezzosopran
Geert Van Gele, Blockflöte und Cembalo
Jurgen deBruyn, Lauteninstrumente

Mehr Information und Tickets

Text: Eileen Jahn

Die Leuchte Asiens

Eine längst vergangene Zeit findet Weg in die Gegenwart: Die Leuchte Asiens, die erste deutsch-indische Filmproduktion sowie die erste internationale Koproduktion Indiens, bietet einen einzigartigen Blick auf das Indien der 1920er Jahre.

Eigens für das Musikfilmfestival Bremen 2017 in Bremens Kommunalkino City46 wurde eine neue Filmmusik komponiert, arrangiert und live eingespielt. Die intensive Zusammenarbeit des preisgekrönten Weltmusikers Willy Schwarz mit dem jungen Komponisten Riccardo Castagnola verbindet klassische indische Musik auf Originalinstrumenten mit zeitgenössischer elektronischer Klangkunst. Die Musik erschafft dadurch eine Brücke zwischen Ländern und Zeiten.

Foto: Willy Schwarz
Foto: Willy Schwarz

In Bremen seinen Ausgangspunkt genommen, findet dieses besondere Projekt seinen Weg zurück nach Indien. Am 18. Januar 2018 wurde dem geladenen Publikum zum ersten Mal diese Neukomposition im Goethe Institut in Chennai (Madras) präsentiert. Unter den ZuschauerInnen waren unter anderem professionelle MusikerInnen, ein Filmkritiker und Dr. Helmut Schippert (Leiter des Goethe Instituts, Chennai). Weitere Aufführungsmöglichkeiten in Indien werden bereits diskutiert. Wir sind begeistert, dass dieses besondere Arrangement um die Erde reist.

Die nächste Chance den Film auch in Deutschland zu sehen steht bereits kurz bevor: zur diesjährigen Berlinale gibt es zwei Termine. Willy Schwarz und Julie Comparini werden am 17. Februar anwesend.

Musikfilmfestival Bremen
Berlinale Termine

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