Header image

Julie Comparini

Altistin. Alte und Neue Musik.

Spartenübergreifende Theaterprojekte.

Foto: Cosima Hanebeck

Schon jetzt besuchen zahlreiche Touristen Bremerhaven. Und es sollen noch mehr werden, meint der Tourismuschef Raymond Kiesbye, der sein Tourismuskonzept vorstellen wird. Welche Rolle kann und soll die Kultur spielen? Bremerhaven befindet sich im Wandel. Welche Bedeutung kommt dabei dem Tourismus zu?

Urlaubsschlager besingen Sehnsüchte und Sehnsuchtsorte. Die 1950er Jahren waren eine Zeit, in der Menschen die Luft unter ihren Flügeln verspürten – ein neues Gefühl von Freiheit. Taugen die Wunschvorstellungen der Schlagerwelt aus der Wirtschaftswunderzeit als Blaupausen für die heutige Tourismusentwicklung?

Urlaub machten die meisten Bremerhavener Arbeitnehmer in den 1960er-Jahren in der Umgebung. Wer es sich leisten konnte, fing die schönste Zeit des Jahres – in sorgsam inszenierten Bildern – mit der Super-8-Kamera ein und zeigte die Filme bei Eierlikör und Kullerpfirsich im heimischen Wohnzimmer. Wir präsentieren eine Auswahl kurioser Filmraritäten aus dem Landesfilmarchiv (Zentrum für Medien/LIS).

Mit:
Michael Frost, Bremerhavener Stadtrat für Schule und Kultur
Dr. Marion Salot, Referentin für Wirtschaftspolitik bei der Arbeitnehmerkammer

Julie Comparini, Gesang
Eva Huck, Cello
Susanne Peuker, Gitarre

Moderation: Dr. Dominik Santner, Arbeitnehmerkammer

Forum der Arbeitnehmerkammer
Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Eintritt frei
Mehr Infomation

Foto: Gabi Bartels

Im Garten des kaiserlichen Hofs in China singt ein kleiner Vogel, dessen Gesang alle Zuhörer bezaubert - bis zu dem Tag, an dem ein kunstvoll verzierter mechanischer Vogel als Geschenk ankommt. Die Spielzeug-Nachtigall ist der Hofgesellschaft lieber, weil sie auf Knopfdruck immer genau das gleiche Lied auf genau die gleiche Weise singt, und der echte Vogel wird verscheucht. Jahre später steht der Tod am kaiserlichen Bett, und nur die echte Nachtigall kann ihn verweisen.

Hans Christian Andersens Märchen Die Nachtigall war der Ausgangspunkt dieser "Oper in der Nußschale" für Kinder und Familien. Mit Musik von G. P. Telemann und einem für diese Produktion geschriebenen Libretto setzt das Ensemble Sospiri Ardenti die barocke Tradition der Pasticcio-Oper fort.

In der Reihe "bach für uns" / Leipziger Schulkonzerte im Bachfest wird die Oper im Juni 2018 auf dem Leipziger Bachfest präsentiert.

Foto: Gabi Bartels
Foto: Gabi Bartels

Freitag, den 15. Juni, 9:00 und 11:00
für Schulklassen und Bachfest-Besucher
Samstag, den 16. Juni, 11:00
für alle ab 8 Jahre
Musikschule Leipzig
Petersstraße 43, 04109 Leipzig
Karten: €11,00 Erwachsene
€4,50 Kinder bis 12 Jahre

Ensemble Sospiri Ardenti
Ellen Delahanty, Sopran
Julie Comparini, Mezzosopran
Geert Van Gele, Blockflöte und Cembalo
Jurgen deBruyn, Lauteninstrumente

Mehr Information und Tickets

Text: Eileen Jahn

Die Leuchte Asiens

Eine längst vergangene Zeit findet Weg in die Gegenwart: Die Leuchte Asiens, die erste deutsch-indische Filmproduktion sowie die erste internationale Koproduktion Indiens, bietet einen einzigartigen Blick auf das Indien der 1920er Jahre.

Eigens für das Musikfilmfestival Bremen 2017 in Bremens Kommunalkino City46 wurde eine neue Filmmusik komponiert, arrangiert und live eingespielt. Die intensive Zusammenarbeit des preisgekrönten Weltmusikers Willy Schwarz mit dem jungen Komponisten Riccardo Castagnola verbindet klassische indische Musik auf Originalinstrumenten mit zeitgenössischer elektronischer Klangkunst. Die Musik erschafft dadurch eine Brücke zwischen Ländern und Zeiten.

Foto: Willy Schwarz
Foto: Willy Schwarz

In Bremen seinen Ausgangspunkt genommen, findet dieses besondere Projekt seinen Weg zurück nach Indien. Am 18. Januar 2018 wurde dem geladenen Publikum zum ersten Mal diese Neukomposition im Goethe Institut in Chennai (Madras) präsentiert. Unter den ZuschauerInnen waren unter anderem professionelle MusikerInnen, ein Filmkritiker und Dr. Helmut Schippert (Leiter des Goethe Instituts, Chennai). Weitere Aufführungsmöglichkeiten in Indien werden bereits diskutiert. Wir sind begeistert, dass dieses besondere Arrangement um die Erde reist.

Die nächste Chance den Film auch in Deutschland zu sehen steht bereits kurz bevor: zur diesjährigen Berlinale gibt es zwei Termine. Willy Schwarz und Julie Comparini werden am 17. Februar anwesend.

Musikfilmfestival Bremen
Berlinale Termine

Multimedia-Liederabend mit Bildprojektionen im Rahmen der fotokunst Bremen.
Sonntag, den 1. Oktober 2017, 19:00
Kultursaal der Arbeitnehmerkamer, Bürgerstraße 1, 28195 Bremen

Foto: Library of Congress
Foto: Library of Congress

Das Unheimliche, was das Meer in seinen Tiefen verborgen hält und das von Zeit zu Zeit sichtbar an die Oberfläche treten lässt, wurde auf vielfältige Weise in der Romantik erfasst und facettenreich beschrieben.

Viele Märchen erzählen von geheimnisvollen, übernatürlichen und fantasievollen Wesen, die unter der Oberfläche zu finden seien. Diese verdeutlichen in abstrahierter Form das Unheil der Menschen, denn das Meer ist zugleich ein Ort ganz realer Gefahren.

Am Anfang auffallend poetisch und fantasievoll, wenn auch zugleich düster, verändern sich die Stücke dieses Liederabends hin zu realistischeren und vermenschlichten Bildern rund ums und aus dem Meer.

Andrea Lauren Brown, Manja Stephan, Anna Terterjan, Sopran
Nina Böhlke, Julie Comparini, Kerstin Stöcker, Alt
Barbara Kler, Klavier
Musikalische Leitung: Julie Comparini
Visuelle Gestaltung: Peter Schenk

Reservierungen: 0421-3 63 01-970 / anmeldung@arbeitnehmerkammer.de
Mehr Information

Diese Webseite ist endlich fertig renoviert worden! Mit einer neuen Gestaltung, neuen Fotos, Projektliste und Videos. Schauen Sie sich um und wenn irgendwas nicht funktioniert, gerne eine Mail an Julie Comparini schicken.

Foto © Felix Patzelt
Foto © Felix Patzelt

N.B. Viele Features funktionieren bei sehr antiquierten Browsern nicht oder nicht optimal. Falls Sie Internet Explorer 8, 9, oder früher benutzen, empfiehlt es sich sehr, auf einen aktuelleren Browser zu wechseln (nicht nur, um diese Seite besser zu benutzen, sondern auch ganz generell.) Wenn Sie eine aktuelle Version von Firefox, Chrome, Safari oder IE benutzen und trotzdem Probleme mit dieser Seite haben, lassen Sie uns das gerne wissen. Danke!

Die 7. Stadtteil-Oper
›Menuchims Reise‹

Die Stadtteil-Oper in Osterholz-Tenever bringt wieder einmal ein ganzes Quartier in Bewegung. Die neue Ausgabe der Oper auf dem ›Grünen Hügel‹ widmet sich dem Thema Auswanderung und dem Länderschwerpunkt USA.

Die Geschichte von ›Menuchims Reise‹ wurde adaptiert von dem Roman Hiob von Joseph Roth. Sie beginnt vor etwa 100 Jahren in einem kleinen ›Schtetl‹ in Osteuropa und erzählt von der jüdischen Familie Singer. In ihrer Heimat Russland leiden viele jüdische Familien unter Verfolgung und auch Armut. Nur in der Flucht nach Amerika sehen die Singers schließlich einen Ausweg aus den ärmlichen und bedrohten Verhältnissen. Doch für ihren jüngsten Sohn ist kein Platz in Amerika – der kleine Menuchim ist Epileptiker und nur gesunden Menschen ist eine Einreise in die USA gestattet. In ihrer Not entschließen sich die Singers, Menuchim in der Heimat zurückzulassen.

Der zweite Teil der Stadtteil-Oper spielt im Amerika der 1920er und -30er Jahre. Zunächst geht es der Familie gut, doch dann bricht in Europa Krieg aus. Ihr großer Sohn will als Soldat die russische Heimat verteidigen. Die heile Welt, die sich die Familie in New York aufgebaut hat, bricht zusammen. Immer mehr sorgen sie sich auch um den zurückgelassenen Menuchim. Tochter Mirjam ergreift die Initiative...

Mit der Musik von Gustav Mahler, Sergej Prokoview, George Gershwin sowie Erich Wolfgang Korngold, Erich Zeisl und anderen europäischen Komponisten, die in Amerika eine neue Heimat gefunden haben, stellen die vielen Akteure der Stadtteil-Oper erneut ein weltweit einzigartiges Werk auf die Beine. An die 90 Nationen leben gemeinsam in dem Stadtteil ganz im Osten Bremens – mittendrin die Probenräume der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Auch an der diesjährigen Stadtteil-Oper sind sie wieder alle beteiligt: die Schüler und Lehrer der Gesamtschule-Ost, die Frauen aus dem Mütterzentrum, die zahlreichen Bewohner aus dem Stadtteil und des Übergangswohnheims für Flüchtlinge sowie internationale Künstler.

Regie: Alexander Radulescu
Dirigentin: Barbara Rucha
Stimmbildnerin: Inka Neus
Maske und Kostüm: Christin Bokelmann
Bühnenbild: Sven Rose, Miriam Walter, Benedikt Jährling, Laura Baumann
Libretto: Lena Becker

Mit: Rafael Bruck (Mendel Singer), Julie Comparini (Deborah Singer), Pia Bohnert (Miriam Singer), Sheldon Baxter (Mac)
sowie SolistInnen, Chor und Orchester der Gesamtschule Bremen-Ost

Mehr darüber auf der Webseite der Deutschen Kammerphilharmonie
oder dem Stadtteil-Oper Blog der Gesamtschule Bremen-Ost

Foto © Felix Patzelt
Foto © Felix Patzelt

Bertolt Brecht gilt als einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Für die Umsetzung seiner Ideen suchte Brecht oft die Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikern – und nicht nur in seinem bekanntesten musikalischen Werk »Die Dreigroschenoper« reflektieren die Protagonisten das Geschehen in Songs und Balladen. Viele seiner Texte beschäftigen sich mit Fragen über Anerkennung und Wertschätzung des Menschen. Im Liederabend »Auf ein Wort« stehen Brecht-Vertonungen von Paul Dessau und Hanns Eisler im Mittelpunkt, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Woraus bezieht der Mensch sein Selbstwertgefühl? Und wie ist eine Gesellschaft zu bewerten, in der die Wertschätzung des Menschen häufig fehlt?

Das Konzert findet in dem Alten Pumpwerk statt, einem besonderen Veranstaltungsort in dem ehemaligen Abwasser-Pumpwerk und heutigen Wasser-Museums in Bremen. Eine Museumsbesichtigung vor dem Konzert ist möglich - und zu empfehlen!

Julie Comparini, Gesang
Alexander Seemann, Klavier und Akkordeon
Felix Patzelt, Gitarre

10. Februar 2017, 20:00 (Einlass: 19:00)
Altes Pumpwerk
Salzburger Straße 12
28219 Bremen

Eintritt: €15 / €10 ermäßigt
Reservierungen: 0421 363636

Mehr Information

Wo ist ein Musikstil "beheimatet" und wie kann Musik Heimat definieren oder auch schaffen? In neun Filmen aus zehn Ländern zeigen Musiker*innen, wie verschiedene Traditionen verbinden oder auch gezielt kulturelle und gesellschaftliche Grenzen ausweiten können.

Während der Neuseeländer Hayden Chisholm in "Sound of Heimat" das zwiespältige Verhältnis der Deutschen zu ihrer Volksmusik erforscht (D 2012; Do. 26.1 / 19:30; Eröffnung m. Gästen; in Koop. mit der Arbeitnehmerkammer), zeigt "Blackhearts", wie Heavy Metal-Fans aus der ganzen Welt ihre seelische Heimat in Norwegen finden (NOR 2016, 83 Min., OmengU; 27.1. / 22:30). Crossover-Projekte und gezielte Umwandlungen musikalischer Traditionen können Berufszweige retten wie im pakistanischen Film "Song of Lahore" (USA 2015, OmengU; 27.1.), jahrhundertalte Geschichten über Kontinente hinweg wieder aktuell machen wie der südafrikanische Film "La Bohéme am Kap" (D 2015, OmU; ab 28.1. ), politische Bewegungen unterstützen wie der grönländische Film "Sumé - The Sound of a Revolution" (Grönland 2014, OmengU; ab 29.1.) und für Freiheit und ein friedliches Zusammenleben in Zeiten der Repression kämpfen wie im afrikanischen "Mali Blues" (D 2016, R: Lutz Gregor, OmU; ab 28.1.) oder im ägyptischen "Electro Chaabi" (Egypt/F 2013, OmU; 28.1. / 22:30). Dabei spielen die allgegenwärtige Globalisierung und fast die grenzenlosen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten eine zentrale Rolle wie die wahre Geschichte von "Presenting Princess Shaw" zeigt (ISR 2016, 80 Min., engl. OF; 29.1.).

Höhepunkt der Reihe ist die Premiere des 2016 neuvertonten, deutsch-indischen Stummfilms "Die Leuchte Asiens" aus dem Jahr 1925. Der preisgekrönte indische- und Weltmusiker Willy Schwarz und der junge Komponist Riccardo Castagnola verbinden klassische indische Musik mit zeitgenössischer elektronischer Klangkunst und schaffen somit eine Brücke zwischen Ländern und Zeiten (27.1. / 20:30; mit Livemusik; unterstützt durch die Indische Botschaft, Berlin).

Alle Filme und Veranstaltungen finden im Kommunalkino City46 in der Birkenstraße 1, 28195 Bremen statt. Mehr Infos zum Programm gibt es auf der MFF-Webseite.

Nach dem ich zu dem Artikel über René Leibowitz beim Blog "Fugue for Thought" beigetragen habe, war Alan noch weiter interessiert und hat mich gebeten, als Gast bei seinem Podcast aufzutreten! Wir reden (in englisch) über meinen musikalischen (und nicht-musikalischen) Hintergrund, über alte und neue Musik, das Stück "Explanation of Metaphors", die neue "Cabaret Voltaire"-Operette und das sonstige musikalische Leben. Es ist ein tolles Interview und Sie können es kostenlos via iTunes oder bei Fugue for Thought anhören.

Übrigens war die Uraufführung der Operette "Cabaret Voltaire" nicht nur ein Riesenerfolg, sie wurde auch auf Video mitgeschnitten. Um aus diesem einmaligen Material eine DVD zum Wieder-Anschauen und damit auch eine Dokumentation für die Nachwelt zu erstellen, muss es nur noch geschnitten werden. Dafür brauchen wir Hilfe! Die DVD wird nicht im Handel erscheinen, aber unter anderem als Crowdfunding-Dankeschön erhältlich sein. Klicken Sie auf dem Link unten, um dazu beizutragen.

Uraufführung einer neuen Operette von Peter Stangel (Musik) und Jürgen von Stenglin (Text)

Zürich, 1916: In der Stadt an der Limmat eröffnet in der Spiegelgasse ein Etablissement, das eine ganz neue, eigentümliche Kunstauffassung propagiert: Das Cabaret Voltaire spielt DADA!

Gleichzeitig lebt auf der anderen Seite der Straße Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, im schweizerischen Exil – da sind Verwicklungen und Turbulenzen vorprogrammiert. Tristan Tzara und Lenin, James Joyce und eine schöne Bankierstochter, Liebe, Spionage, ein Graf und ein durchtriebener Butler – sie alle kommen vor im »Cabaret Voltaire«. Eine Huldigung an den Ort Zürich in einer Zeit, als seltsam verrückte Begegnungen möglich waren, ganz im Geiste der spöttischen, federleichten Werke Offenbachs und Weills.

Zusammen mit Dominik Wilgenbus als Erzähler und neun Sängern entführt die taschenphilharmonie vor den projizierten Bühnenbildern von Cornelia von Seidlein in eine Welt der irrend geistreichen Unterhaltung.

Uraufführung (halbkonzertant) am Sonnntag, dem 11. September 2016, 19:00 in der Alten Kongresshalle, Theresienhöhe 15, München.

Mit Adam Sanchez (Graf Emanuele di Pedroso), Julian Freibott (Hugo Ball), Andrea Lauren Brown (Monique-Fleur Schneidegger), Peter Pruchniewitz (Wladimir Lenin), Julie Comparini (Emmy Hennings), Giuolio Alvise Caselli (Tristan Tzara) u.a.

Mehr Information auf der Webseite der taschenphilharmonie!

Foto © J. Marc Reichow
Foto © J. Marc Reichow

Ein toller Blog-Artikel (in englisch) über René Leibowitzs Werk Explanation of Metaphors ist gerade bei Fugue for Thought erschienen. Einen kleinen Ausschnitt der Live-Aufführung des Stücks können Sie auf meiner "Medien"-Seite anhören, aber es lohnt sich durchaus, das Stück oder gleich die ganze CD -- "René Leibowitz Compositeur" -- bei iTunes oder als Doppel-CD zu kaufen.

archive